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Kausalität und Korrelation

Ein statistischer Zusammenhang zwischen zwei »Variablen« $ X$ und $ Y$ sagt noch nichts darüber aus, ob die »unabhängige Variable« $ X$ die »Zielvariable« $ Y$ kausal beeinflußt. Eine pragmatische Definition von Kausalität besteht aus folgenden drei Kriterien: Man spricht in diesem Zusammenhang von einer vorläufigen Kausalität, weil nur die Drittvariablen geprüft werden können, über die Informationen zur Verfügung stehen.

Man beachte, daß es Fälle geben kann, in denen das zweite Kausalitätskriterium zunächst nicht zutrifft und erst bei Kontrolle dritter Variablen bestätigt wird. Anders ausgedrückt: Es kann eine Kausalbeziehung zwischen $ X$ und $ Y$ existieren, obwohl die Assoziation zwischen $ X$ und $ Y$ null ist. Dies ist der Fall der sogenannten unterdrückten Korrelation (vgl. »Arten von Drittvariableneffekten«). Bei einer unterdrückten Korrelation wird eine tatsächlich existierende Kausalbeziehung durch eine oder mehrere Drittvariablen verdeckt und kommt erst bei Konstanthaltung der Drittvariablen zum Vorschein.


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HJA 2001-10-01