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Meßmodell: manifeste und latente Variablen

»Theoretische Konstrukte«, wie z.B. Macht, soziale Schicht oder Solidarität, lassen sich in der Regel nicht direkt beobachten. Sie müssen daher zunächst »operationalisiert«, d.h. meßbar gemacht werden. Die dabei getroffenen Annahmen bezeichnet man als Meßmodell. Die Ergebnisse dieser Messungen werden in entsprechenden »Variablen« abgelegt. Sie bezeichnet man als manifeste (direkt beobachtete) Variablen (engl.: manifest variable). Unter inhaltlichen Gesichtspunkten interessieren jedoch vor allem die theoretischen Konstrukte, für die die manifesten Variablen $ \dq$nur$ \dq$ »Indikatoren« sind. Die theoretischen Konstrukte werden in dem Meßmodell durch sogenannte latente (nicht direkt beobachtete) Variablen repräsentiert (engl.: latent variable).



HJA 2001-10-01